Túan der Wanderer – Roman R2

Túan der Wanderer

Túan der Wanderer DSA Roman R2
© Attila Boros / Alle Rechte vorbehalten
© Heyne / Alle Rechte vorbehalten
Zeitangabe Aventurien: Fehlt
Seitenzahl:
219 Seiten
Autor: Uschi Zietsch
Cover: Attila Boros
Illustration:
Region: Al’Anfa, Dschungel, Khom, Keft, Punin, Ambossberge, Fürstentum Kosch
Erschienen: 1995
Bei: Heyne
Buchnummer: R2
Erhältlich bei: Ulisses

Inhalt „Túan der Wanderer“

Aigolf Thuranson, der Seebär aus dem Bornland, haßt die Sklaverei mehr als alles andere auf der Welt. Und so ist es für ihn Ehrensache, den jungen Waldmenschen Túan aus seinen Ketten zu befreien und ihn in seine südliche Heimat zurückzubringen. Doch das Vorhaben ist schwieriger, als Aigolf erwartet hat: Túans Mutter wurde verschleppt und der Junge von seinem Stamm verstoßen. Auf der Reise durch Aventurien hat das ungleiche Paar gefährliche Abenteuer zu bestehen.
— Klappentext von Túan der Wanderer; zur Weiterverwendung siehe Ulisses-Disclaimer

Bewertung der Redaktion

  • Bewertung
1.5

Fazit

+ Schöne Beschreibung des Dschungellebens der Eingeborenen
+ Sympathischer Thorwaler

– Túan als Charakter irgendwie nicht glaubwürdig
– Story etwas langweilig
– Roman wirkt nach Auftragsarbeit

Inhalt: Die Charakterbeschreibung des alten Seebären aus dem Bornland Aigolf Thuranson ist wirklich sympathisch beschrieben. Er bekommt plötzlich Nachwuchs, in dem sich der geflohene Sklave Túan bei ihm versteckt. Nach erfolgreicher Befreiung aus der Sklaverei, erleben die beiden Protagonisten ein gemeinsames Abenteuer und man erlebt das Leben der Waldmenschen rund um Al’Anfa besser kennen, auch mit allen Schattenseiten für Ausgestoßene.  Die anschließende Suche und der Weg ist das primäre Ziel, was am Ende erreicht werden soll.

Stil: Túan als Charakter kann erstaunlich gut die Sprache des Mittelreiches und er wirkt an vielen Stellen nicht wie ein gebürtiger Moha, pardon Waldmensch. Er sozialisiert sich schnell und nimmt die Charakteristik eines Mittelreichers an, was stilmäßig nicht dem eines Waldmenschen ähnlich  ist. Die Autorin verfasst den Roman ständig in ver Vergangenheitsform, was die Spannung etwas raubt und eher nach einer Nacherzählung klingt. Dadurch mangelt es etwas an Dynamik, weil nichts außergewöhnliches für die Zukunft erwartet wird.

Insgesamt war ich irgendwie froh den Roman zu Ende gelesen zu haben. Es klingt vielleicht etwas hart, aber durch die unglaubwürdige Charakterdarstellung des jungen Túan hatte ich die ganze Zeit das Gefühl, als hätte man einen fertigen Charakter einer fremden Welt an seiner Stelle montiert und versucht ihn durchzudrücken. Positiv bleibt jedoch zu erwähnen, wie seine Gefühle dargestellt sind. Diese zeigen dem Leser deutlich die Schwankungen und die Unwissenheit in manchen Situationen. Der ganze Roman wirkt allerdings leider nach klassischer Auftragsarbeit von der Autorin für Ulrich Kiesow, was man sehr häufig an einigen Stellen merkt. Wer (wie ich) alle Romane von R1 bis zum Ende durchlesen möchte, kann R2 Túan der Wanderer lesen, andere sollten diesen Roman meiden.

Bildquellen

  • Túan der Wanderer DSA Roman R2: Attila Boros © Alle Rechte vorbehalten. ©Heyne Alle Rechte vorbehalten.
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